Prag: 48 Stunden in der Stadt der hundert Türme
Freitagabend 21:30 Uhr ab München Hauptbahnhof. Der Zug nach Prag fährt nachts, was bedeutet: man schläft (wenn auch nicht besonders gut) und wacht am Samstagmorgen in einer anderen Stadt auf. Das ist ein Gefühl, das sich kaum beschreiben lässt.
Ankunft Prag Hauptbahnhof gegen 6:30 Uhr. Die Stadt ist noch ruhig. Das ist der Moment, in dem man die Altstadt für sich hat. Die Karlsbrücke ohne Touristengedränge zu erleben, ist ein Erlebnis, das frühe Anreise belohnt. Um halb sieben morgens stehen dort ein paar Jogger, Tauben und vereinzelte Frühaufsteher.
Was in 48 Stunden realistisch möglich ist: Die Altstadt inklusive Astronomischer Uhr, die Karlsbrücke und Kleinseite, ein Aufstieg zur Prager Burg mit Veitsdom, ein Spaziergang durch die Josefstadt. Das ist keine erschöpfende Stadtbesichtigung, aber ein sehr guter Überblick.
Was gut funktioniert hat
Die Metro in Prag ist günstig, schnell und einfach zu navigieren. Ein Tagesticket reicht für alle Fahrten. Prag ist außerdem eine sehr fußläufige Stadt: Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in einem Radius, der sich problemlos zu Fuß erschließen lässt.
Weniger gut: Der Bereich direkt um den Altstädter Ring kann in der Mittagszeit sehr voll werden. Wer früh aufsteht und die Hauptsehenswürdigkeiten vor 10 Uhr besucht, hat deutlich mehr Ruhe. Nachmittags dann die ruhigeren Stadtteile wie Vinohrady oder Žižkov entdecken.
Rückfahrt: Sonntagnachmittag. Wer den Zug um 15 Uhr nimmt, ist gegen 20 Uhr zurück in München. Ausreichend Zeit für einen entspannten Sonntag in Prag.